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Sommer Openair

Jenisch für Anfänger und Fortgeschrittene
Leinzeller Schloss „Sommer openair“, am Freitag mit Johannes Dunkl, einem Bläserquartet des Musikvereins und vielen Besuchern der Freitagabend des Schloss Openairs stand ganz im Zeichen der vom Leinzeller Heimatdichter , Oskar Dreher, in jenischer Sprache verfassten Lausbubengeschichten „Nobes dibera“, szenisch insceniert und erzählt vom Regiseur Johannes Dunkl. Viele Leinzeller haben diese Geschichten mit Schmunzeln und Spannung in ihren Jugendjahren verschlungen. Selbst Gäste aus umliegenden Ortschaften erzählten, dass sie diese Geschichten in der Schule gelesen haben. Johannes Dunkel hat diese Lausbubengeschichten  eines Geheimbundes zusammen mit fünf Kinder auf seine Art erzählt und in bewegte Bilder - im Rahmen einer akustischen und optischen Bühnenshow – umgesetzt. Musikalisch eingeleitet wurde das zahlreich erschienene Publikum durch ein Bläserquartett des Musikvereins. Mit den Interpreten Siggi Klaus am Bariton, Jonas Weith am Bass, Sören Faustmann und Thomas Ciupka an den Trompeten intonierten diese, die von Siggi Klaus arrangierte Fassung der „Leinzeller Hymne“, Fernab vom stolzen Zug der eisernen Schienen“ in die die textsicheren Zuschauer spontan einfielen. Aber auch die Geschwister Hendrika und Mareike Wiedemann, die mit Passagen aus Beethovens „ Duett mit zwei obligaten Augengläsern“ und der „Barocksonate g-Moll“ von Boismotier  klassische Akzente setzten erhielten viel Beifall. Der als Erzähler bekannte Johannes Dunkl schlug auch dieses mal wieder die Zuschauer mit seiner Stimme und seinen Gesten in seinen Bann.  Die Bühnenshow endete mit einer kurzen Einführung ins „Jenische, einer eigenen Sprache, die verschiedene Wörter aus eigenen Sprachen und Dialekten beinhaltet und nur in wenigen Gemeinden noch gesprochen wird. Zur Erhaltung dieser Sprache hat sich in Leinzell der ehemalige Bürgermeister Günter Nesper stark gemacht.  Nach dem der neue Eigentümer des Leinzeller Schlosses, die Familie Wickleder, das Leinzeller Schloss wieder zu einem Schmuckstück gemacht hat, ging mit der Veranstaltung „Sommer openair „ des Musikvereins Leinzell ein jahrelanger Traum in Erfüllung, den angrenzenden idyllischen Schlossgarten für eine Freiluftveranstaltung zu nutzen. Für die  Zusammenarbeit mit der Familie Wickleder bedankte sich daher auch der 1. Vorsitzende Joachim Alka und beglückwünschte ihm zu seinem Kurzauftritt bei der heutigen Veranstaltung. Zum Ausklang unterhielt das Blasmusikensemble noch die gebliebenen Gäste.

Kriwanek-Hits einmal a cappella
Hommage der "füenf" für den Ur-Schwabenrocker - Auftritt beim Schloss open-air in Leinzell.
Zum zehnten Mal jährte sich im Frühjahr 2013 der Todestag von Wolle Kriwanek, den die "A-cappella-Pep"-Gruppe "füenf" sehr bewunderte. Im Rahmen des Leinzeller Schloss open-air brachten die Sänger eine Hommage an den Schwabenrocker zusammen mit eigenen Welterfolgen.
Um sich "vor dem liebenswertesten Musiker und Songwriter, den das Ländle je hatte", zu verneigen, haben sich die fünf Vokalisten der Gruppe "füenf" entschlossen, dessen Lieder für A-cappella-Besetzung neu zu arrangieren und gemeinsam mit, wie sie ohne falsche Bescheidenheit sagen, "eigenen Welterfolgen" auf den Bühnen des Landes zu präsentieren. Um es gleich vorwegzunehmen: Die kriwaneksche-füenfsche-Konglomeration funktioniert nicht nur ausgezeichnet, sondern bescherte den Besuchern im idyllischen Schlossgarten in Leinzell, die sich am Samstagabend nach einem Gewitterregen auf dieses Abenteuer einließen, einen wunderbar unterhaltsamen Abend.
Gleich zu Beginn durften die vielen Wolle-Fans und mancher "füenf"-Fan gehörig schnaufen: Der 1980 veröffentliche Gassenhauer "Stroßaboh", der Kriwaneks Ruhm als Schwabenrocker endgültig zementieren sollte, wurde von den fünf ausgebildeten Sängern mit demutsvollem Respekt zum Original, hoher Musikalität und in der für die Musik-Comedians so typischen, sehr frischen und sehr peppigen Aufbereitung serviert.
Und jeder durfte mal Wolle sein: Ob der wuselige, sich tänzerisch gerne hervortuende Memphis (Patrick Bopp), ob Justice (Christian Langer), der für die "Füenf" die auch noch so hohen Töne trifft, oder auch Dottore Basso (Francesco Cagnetta), der mit seiner unglaublich tiefen, unglaublich sonoren Bassstimme zwar nicht so häufig, dafür aber umso beeindruckender Soli übernahm. Der jüngste Füenfer, Little Joe (Kai Podack), ließ in der "Herbertstroß" nicht nur seine wirklich ausgezeichnete Stimme jonglieren, sondern interpretierte diesen wortwitzigen und a bissle schlüpfrigen Kriwanek-Song mit genau dem Maß an Komik und Klamauk, den dieses Lied benötigt: Auf der imaginären Gitarre klampfend, die dicken Busen in jener berüchtigten Straße visualisierend und den sympathischen Tenor des Kriwanekschen Songs eins zu eins transportierend.
Überhaupt war es gut und richtig, dass die "füenf"" für ihre musikalische Verneigung vor dem Urvater des Schwabenrocks zu keinem Trauer tragenden Erinnerungskonzert geladen hatten, sondern Wolle Kriwanek durch ihr belebtes, herzerfrischendes und mitunter Zwerchfell strapazierendes Liedersingen für drei Stunden zurückholten in diese Welt. Diese Hommage gipfelte in dem "absoluten Lieblingslied von Wolle" des "füenf"-Sängers, der sonst das Grinsen kaum aus dem Gesicht bekommt: Sehr bewegend sang Pelvis (Jens Heckermann) das Bekannte Lied " Guck,guck I han a Ufo gsäa " des viel zu früh verstorbenen Musikers. Auch gut, dass dann wieder gelacht werden durfte: Als die "füenf" ihre eigenen humorgeschwängerten, sprachwitzigen und ausgeklügelt choreografierten Lieder sangen. "Horst", ein Medley bekannter Rocksongs, bei dem das Wörtchen "Love" durch eben jenen Horst ersetzt wird, die Thierse-Klatsche "Genosse Zausebart" oder die dem Ländle gewidmete Hymne "Mir im Süden": Lieder, die den unangefochtenen König des Schwabenrocks saumäßig gfreit hättet.
Den Zuschauern gefiel’s und der rauschende Beifall holte die „füenf“ immer wieder auf die Bühne des Leinzeller Schlossgartens für Zugaben zurück.
Viel Beifall erhielt die im Vorprogramm aufgetretene Band „Gradraus“ .
Der Name der Band ist Programm: Mit den Gitarristen Christoph Kinkel und Michael Hammer, sowie dem Bassisten Patrik Haufe und ihrem „Goldkehlchen, der Sängerin Anke Hagner begeisterten sie mit ihrem unverfälschten, ehrlichen Akustik/Folkrock mit Nuancen von Blues und Soul. Die Songtexte sind auf Schwäbisch - in diesem Dialekt sind die Musiker „dahoim“ und so klingen ihre Songs authentisch. Im Mittelpunkt der Texte steht das Leben und die Liebe – mit allem was dazugehört. Ein mancher bedauerte den nur zu kurzen Auftritt

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